Auf den Spuren der Steinzeitmenschen

Auch in diesem Jahr konnten sich die 93 Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen in das Leben der Steinzeitmenschen hinein versetzen. Der alljährliche Steinzeittag fand am 25. Oktober bei herbstlichem aber trockenem Wetter und kühlen Temperaturen auf dem Schulhof unserer Schule statt. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b organisierten den Ablauf und die benötigten Materialien und ermöglichten es den Jungen und Mädchen so, zwei der neun angebotenen Workshops zu besuchen und sich wie Steinzeitmenschen zu fühlen.
Mit viel Freude und großen Erwartungen gingen die Schüler nach einer kurzen Einführung in die gewählten Workshops. Trotz des kühlen Wetters malten, bastelten, schnitzten, bohrten, forschten und kochten die Schüler ganz interessiert und engagiert.

Ganz neu in diesem Jahr stand der Workshop „Steinzeit-Detektive“ unter der Leitung vom Archäologen Herrn Kerk auf dem Plan. Neben einem geschichtlichen Abriss auf einem Zeitstrahl mit wichtigen Abschnitten der Steinzeit ging es um den Vergleich von Gegenständen früher und heute. Die Schüler entdeckten erstaunt, was es früher alles schon gab. Schminke und Haarbürsten sind also kein neumodischer Trend.

Im Workshop „Lederbeutel“ hantierten die Schüler mit Leder, Bast, Fellen und Muscheln und stellten praktische Beutel und funktionelle Gürtel her. Kreativität war im Workshop „Schmuck“ gefragt. Aus Bastbändern, Muscheln und Federn fertigten die Schüler schicke Armbänder und Ketten. Musikalisch waren die Steinzeitmenschen auch schon. Die 5. Klässler stellten daher in einem der Workshops auch „Musikinstrumente“ her. Aus Tontöpfen, Leder und Bast wurden funktionelle Trommeln gebaut.

Unter dem Motto „Kochen wie die Steinzeitmenschen“ wurden zwei typische Gerichte zubereitet. Die gesunde und vitaminreiche Gemüsesuppe wurde wie früher über einem offenen Feuer gekocht. Eine Speise aus Buttermilch, Weizenkörnern, Mohnsamen und Apfelmus gab es zum Nachtisch. Um auch mal Fleisch verzehren zu können, mussten die Menschen der Steinzeit natürlich jagen gehen. Dafür entwickelten die Schüler aus geschnitzten Ästen und Schiefer-Stücken spitze „Speere“, um Tiere zu erlegen.

Auf dem Biotop-Gelände der Schule wurde die im letzten Jahr begonnene „Flechtwand“ durch die Schüler weiter ausgebaut. Mit Ästen und Stöckern wurde eine sichere Wand „geflochten“, die früher in dieser Art als Schutz und Hauswand genutzt wurde. Eingeleitet wurde dieser Workshop mit einem Sachgeschichten-Film über den Hausbau der Steinzeit.

Um Schüsseln und Teller für die Mahlzeiten nutzen zu können, stellten wiederum andere Schüler diese im Workshop „Töpfern“ her. Mit Ton und Wasser wurden Töpfe und Schalen durch aufwändige Handarbeit gefertigt. Handarbeit war auch im Workshop „Malen“ gefragt. Eigens angefertigte Strohpinsel führten zu Malereien auf Steinen und Papier, so wie es die Menschen in der Steinzeit gemacht haben. Symbole der Steinzeit stehen für Wörter und Begriffe, z.B. die Sonne für den Tag, Wellen für einen Fluss.

Beim abschließenden Treffen konnten die Schüler bei einer Präsentation der geknipsten Fotos ihren Vormittag noch einmal Revue passieren lassen und begutachteten ihre Werke.

Text und Fotos: Maresa Bothorn

 Fotos: Maresa Bothorn

 

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