„Eisbäralarm in der Bordküche“ – Bildervortrag über den Klimawandel in der Oberschule Schüttorf

Ebenso beeindruckende wie wachrüttelnde Bilder, spannende Anekdoten, aber auch Hoffnung gebende Ausblicke erhielten auf Einladung des Klimaschutzmanagements des Landkreises Grafschaft Bentheim die Schülerinnen und Schüler des achten bis zehnten Jahrgangs der Oberschule Schüttorf bei einem neunzigminütigen Bildervortrag von Sven Achtermann.

Achtermann, der als Naturfotograf, Polarexpeditionsleiter und „Eisbärexperte“ beeindruckende Naturaufnahmen sowohl aus den Polarregionen als auch von tropischen Inseln zeigte, berichtete aus eigener Erfahrung, wie sich der Klimawandel in den verschiedensten Regionen der Erde bemerkbar macht. So sind auf seinen vor der Jahrtausendwende auf Spitzbergen entstandenen Bildern gigantische „positive“, das heißt wachsende Gletscher zu sehen, während heute die Gletscherzungen oftmals nicht einmal mehr das Meer erreichen. Besonders von der Erwärmung der Arktis betroffen ist Achtermanns „liebstes Tier“, der Eisbär. Als reine Fleischfresser sind Eisbären auf die Robbenjagd auf dem immer dünner werdenden Packeis angewiesen. Achtermanns Bilder zeigen das größte Landraubtier der Erde aus selten gesehener Nähe: die sich ihren Kindern aufopferungsvoll hingebende Mutter ebenso wie den auf dünnen Eisschollen (ver)hungernden Bären, aber auch den neugierigen von seiner „feinen Nase“ über dutzende Kilometer geleiteten Bären, der seinen Kopf durch das offene Bullauge in die Kombüse von Achtermanns Expeditionsschiff zwängt und mit einem kräftigen Hieb mit der Schöpfkelle verscheucht werden konnte.

Im Anschluss an den Bildervortrag, der unter anderem auch die „Vermüllung“ der Weltmeere thematisierte, kam es zu einem regen Austausch zwischen den Schülern und dem Polarexperten, in dem Fragen der Eigeninitiative und -verantwortung ebenso angesprochen wurden wie Fragen zur Elektromobilität und zur Zukunft des Planeten Erde. Achtermann machte dabei deutlich, dass noch nichts verloren sei und er zuversichtlich sei, dass der Mensch mit entschlossenem gemeinsamen Handeln gegensteuern und sich die Natur erholen könne. Als Beispiel hierfür nannte Achtermann den Rückgang des Ozonlochs, der durch gemeinsame Anstrengungen und dem weltweiten Verbot von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) erreicht werden konnte. Dies mache ihm ebenso Hoffnung wie die aktuelle fridays-for-future-Protestbewegung der jungen Generation, die in der Politik Gehör finden werde.

Text und Foto: Sven Achtermann

Vortrag von Sven Achtermann (Foto: Hagemeier)

Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8-10 (Foto: Hagemeier)

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