Gründungsversammlung des Fairtrade-School Teams

Letztes Schuljahr wurde die Idee geboren, im Oktober wurden Schüler und Eltern angesprochen,  am 9.November war es soweit: Unsere Oberschule soll “Faire Schule” werden.

Was bedeutet das überhaupt? Es bedeutet schlicht: Wir wollen dazu beitragen, dass die Welt ein kleines Stückchen gerechter wird. Viele Produkte, die wir Tag für Tag ohne nachzudenken verzehren (zum Beispiel Schokolade), werden von kleinbäuerlichen Familien produziert, die von ihrem Lohn kaum leben können. Ihre Kinder sind daher gezwungen mitzuarbeiten. Auf vielen Kakaoplantagen arbeiten sogar Kindersklaven, die von ihren Familien getrennt wurden und keinerlei Rechte haben. Ein dänischer Journalist, der mit einem Film auf diese Zustände aufmerksam gemacht hat, nennt diese Schokolade “Schmutzige Schokolade”.

Wenn wir dagegen fair gehandelte Produkte kaufen, tragen wir dazu bei, dass die Menschen einen gerechten, fairen Lohn bekommen, von dem sie ihre Familien ernähren und ihre Kinder zur Schule schicken können. Dazu wollen wir als Schule ein Stück weit beitragen.

Ca. 55 Schülerinnen und Schüler,  8 Eltern und 7 Lehrer/innen kamen zum Gründungstreffen eines Fairtrade-Schulteams. Nach einem kurzen Informationsinput durch Frau Nordholt wurden in Gruppen Ideen gesammelt, wie man den Fairtrade-Gedanken in der Oberschule umsetzen könnte. Und es kamen jede Menge Ideen zusammen: von einem Bauchladen, aus dem in der Pause faire Produkte in der Pause verkauft werden über Schulpullis aus fair gehandelter Baumwolle, fair hergestellte Fußbälle für den Sportunterricht bis zum Verkauf von Obst und anderen fairen Produkten am Kiosk, bei Elternsprechtag oder anderen Veranstaltungen. Einige Ideen sollen schon bald in Angriff genommen werden. Es bildeten sich an dem Abend spontan einige Aktionsgruppen, die sich jeweils einer Idee annehmen wollen. Beim nächsten Treffen Anfang nächsten Jahres soll dann berichtet werden, was schon umgesetzt werden konnte.

Es war schön zu sehen, wie viele Schüler/innen und auch Eltern sich für die Idee der Fairtrade-Schule begeistern können. Alle waren aktiv am Prozess der Ideenfindung beteiligt und bereit, diese Ideen nun auch bald umzusetzen.

Um Fairtrade-Schule zu werden, müssen verschiedene Kriterien erfüllt werden. Als erstes muss ein Fairtrade-Team gegründet werden. Das ist nun passiert. Als Sprecherin des Teams wurde Frau Nordholt gewählt, als ihre Stellvertreterinnen Frau van Beek, Frau Meister und Frau Thyssen (es mussten über 18-jährige Personen sein). Als zweites muss ein Fairtrade-Kompass erstellt werden mit Ideen. Auch das ist geschehen. Nun geht es daran, den ersten Schwung zu behalten und die Ideen umzusetzen.

Wir sind auf einem guten Weg!

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