Planspiel Investor 2016

21 Schülerinnen und Schüler aus den 10. Klassen der Oberschule Schüttorf hatten in der Woche vom 18. – 22. Januar die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten als Jungunternehmer im Wirtschaftsplanspiel “Investor” zu testen.

Merkwürdiges passierte in der Woche vor den Halbjahreszeugnissen: In unserer Schule kleideten sich am Donnerstag Jungen und Mädchen so schick, als wollten sie mit ihren Eltern nett ausgehen. Angesagt waren Anzüge und Röcke, die für eine Schule allenfalls am Entlassungstag getragen werden. Und Herr Eismann, seit einem Jahr schon Rentner, war jeden Tag in der Schule und man sah ihn im Lehrerzimmer, in Klassen- und Gruppenräumen und häufig am Kopierer.

Doch von Anfang an: Seit vielen Jahren wird an unserer Schule mithilfe des Industriellen Arbeitgeberverbandes Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim mit Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen das Planspiel Investor durchgeführt. Dabei werden – so wie in diesem Jahr – vier „Aktiengesellschaften“ gegründet. Allen gemeinsam ist, dass diese AG die Herstellung und den Vertrieb von Handys organisieren müssen. So übernehmen die Schüler/innen die Rollen von Managern, die möglichst erfolgreich auf dem Handymarkt tätig sein wollen. Kreativität war gefragt, als es darum ging, die Handys mit den interessantesten Features auszustatten. So gab es Geräte, die z. B. durchsichtig oder auch wasserdicht waren, die eine Beamer-Funktion besaßen oder auch – besonders für Sportler gedacht – sich durch Bewegung wieder aufladen lassen.

Und was hat das alles mit der besonderen Kleidung zu tun? Nun, am Donnerstagabend mussten die vier Gruppen ihre Aktiengesellschaften, die Unternehmensziele und natürlich ihre einzigartigen Handys einem großen Publikum in der Mensa präsentieren. Da ist es keine schlechte Idee, sich angemessen zu kleiden, – das macht Eindruck!
Eindruck macht auch eine ansprechende Präsentation, wobei es dem Publikum sehr gefallen hat, dass nicht nur Power Point zum Einsatz kam, sondern auch tolle Kurzfilme entstanden sind. Logisch, dass Facebook oder auch eine eigene Homepage in heutiger Zeit zu einem erfolgreichen Unternehmen dazugehören.

Am besten schnitt an diesem Abend die Sounds Good AG mit Jonas Gehlen, Silas Rademaker, Marie Segrefe, Tim Schenkbier und Ingo Westenberg ab (Marielle Niemeyer war leider abends verhindert). Diese Gruppe bekam vom Publikum die meisten „Handy-Bestellungen“. Weiterhin nahmen teil: die FFA-Technology AG mit Merle Gerberding, Dennis Stolz, Nico Otterbach, Alexander Uwarow und Katja Steglich; die KOMER AG mit Jana Kleine Rammelkamp, Jona Elskamp, Nils Otterbach, Nico Rudnik und Leonie Müller und die Solar Cooperation AG mit Lara Quack, Julian Lemke, Marvin Scharfstädt und Vanessa Klepzig.

Im Laufe der Woche wurden die Gruppen vom Spielleiter, Herrn Gottschling vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft aus Osnabrück, geführt. Unterstützt wurde er von Frau Hauser (Firma Utz), die in einem interessanten Referat über Personalkosten sprach, sowie von Frau Böwing (Grafschafter Volksbank), die den Gruppen wertvolle Tipps zum Thema Marketing geben konnte. Einblicke in die Realität eines Industriebetriebes bekamen die Teilnehmer/innen am Mittwochmorgen durch eine Betriebsbesichtigung der Firma Stemmann-Technik.

Ermöglicht wurde das Planspiel zum einen durch die Sponsoren (Grafschafter Volksbank, H. Klümper GmbH & Co. KG, Arnold Lammering GmbH & Co. KG, Stemmann-Technik GmbH, Georg Utz GmbH, Stadtwerke Schüttorf.Emsbüren GmbH, dem Förderverein der Oberschule und der Agentur für Arbeit) und zum anderen aber auch durch viele hilfsbereite Mitarbeiter/innen der Oberschule. Besonders zu erwähnen sind hier Herr Slüter und Herr Fahrenhorst, Herr Stockhorst, das Sekretariat (Frau Hollmann und Frau Wanning) und Frau Meenderink, die mit der Cateringabteilung der Schülerfirma Busy Students die Schnittchen für den Donnerstagabend angefertigt hat. Bei der Betriebsbesichtigung der Firma Stemmann-Technik waren Frau Bittner, Frau Laumann und Herr Plottek dabei.

Am letzten Spieltag waren sich wohl alle Schüler/innen darin einig, dass das Planspiel nicht nur kurzweilig war, sondern man war der Meinung, dass man auch eine Menge gelernt und man einen – zumindest kleinen – Einblick in unternehmerisches Handeln bekommen habe. Nicht zu vergessen ist aber auch die soziale Kompetenz, denn in jeder Gruppe musste zusammengearbeitet werden, was bei ganz unterschiedlichen Voraussetzungen nicht immer ganz einfach war.

Und was hat Herr Eismann damit zu tun? Er hat als Rentner ja nun viel Zeit und hat sich in der Schule um alles gekümmert, damit das Planspiel möglichst gut klappt.

Die Schüler/innen, die jetzt im WPK Wirtschaft des 9. Jahrgangs sind und am Donnerstagabend u. a. bei der Getränkeausgabe geholfen haben und einen Eindruck vom „Messeauftritt“ bekamen, dürfen sich im 10. Jahrgang schon jetzt auf eine Woche freuen, wenn es wieder heißt: Planspiel Investor!

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