Stolpersteine in Schüttorf

Der 20.12.2017 ist für Schüttorf ein denkwürdiger Tag, denn es wurden an ihm zwanzig sogenannte Stolpersteine verlegt. Dazu war der Künstler Gunter Demnig aus Köln gekommen, der dieses Projekt ins Leben gerufen hat.

 

Mit diesen Steinen sollen Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus zur Flucht getrieben, deportiert und zumeist in einem Konzentrationslager ermordet wurden, ihren Namen zurückbekommen. „Ein Mensch ist erst dann vergessen, wenn nicht mehr an seinen Namen erinnert wird“, so heißt es in einem jüdischen Schriftwerk, dem Talmud. Darauf bezieht sich Gunter Demnig bei seiner Arbeit. Somit sind die Steine ein Denkmal gegen das Vergessen.

Und warum „Stolpersteine“? Diese quadratischen Steine mit ihren Messingplatten und eingravierten Namen zwingen zum Hinschauen, zum „Stolpern“ „mit dem Kopf und mit dem Herzen“, wie es ein Schüler einmal beschrieb.

Aus allen 10. Klassen hatten sich Schülerinnen und Schüler gemeldet, um stellvertretend für alle anderen Schüler unserer Schule an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Sie erinnerten mit Texten an die ehemaligen jüdischen Mitbürger- und Mitbürgerinnen, trugen ein Gedicht von Erich Fried vor, legten Rosen auf die verlegten Steine. Und anschließend erhielten sie eine Urkunde, in dem die Patenschaft der Schule für dieses Projekt schriftlich festgehalten wird. Was bedeutet Patenschaft? Unsere Schule verpflichtet sich, diese Steine zu pflegen und mithilfe von Unterrichtsgängen sich der dort genannten Menschen zu erinnern.

       

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